Tauchen in Sachsen: Neuseenland, Granitbrüche und kontrolliertes Bergwerktauchen.
Fünfzehn ausführliche Dossiers verbinden vier planbare Seenwege im Leipziger Raum mit dem Verbandsgewässer TANA, tiefen Lausitzer Steinbrüchen, Vereinsbasen und dem streng qualifikationsgebundenen Bergwerk Miltitz. Einstieg, Betreiberöffnung, Saison, Tiefe und fachliche Grenze bleiben überall getrennt.
Sachsen-GrundsatzSachsens Seen- und Steinbruchvielfalt ist kein allgemeines Tauchrecht: planbar ist nur der konkret belegte Betreiber-, Vereins- oder Spezialweg.
Dieses Portal ersetzt weder Genehmigung, Buchung, Tauchordnung, Karte noch die Entscheidung vor Ort.
Sachsen-Tauchführer
15 eigenständige Dossiers mit Zugang, Tiefe und Originalquellen.
Jede Seite enthält Entscheidungsfelder, einen Fünf-Schritte-Plan, klare Aussagegrenzen und drei direkte Quellen.
01Leipziger Neuseenland
Kulkwitzer See
Der Kulkwitzer See ist Sachsens bekanntestes öffentlich planbares Tauchgewässer, aber kein beliebiger Ufersee. Drei zugelassene Einstiege werden über die Leipziger Delphine und die Tauchbasis Florian erschlossen. Unterwasserpark, Plattformen, Wald und Flugzeugobjekt gehören ins Briefing; andere Uferzugänge können geahndet werden.
Tiefe
bis rund 36 m; Einstieg Göhrenz deutlich flacher
Zugang
Drei geregelte Einstiege
Prüfung
Basisweg, Anmeldung, Parken und lokale Regeln prüfen
Am Cospudener See ist der belastbare Weg der Hafen Zöbigker mit Tauchschule, abgestecktem Landeinstieg und barrierearmem Ein- und Ausstieg. Der große See ist mehrfach genutzt und teilweise schiffbar. Unterwasserwälder und tiefe Steilwandbereiche sind keine frei erreichbaren Standardziele, sondern verlangen Boots- und Basisplanung.
Tiefe
Landeinstieg bis rund 19 m; Gewässer deutlich tiefer
Zugang
Basis- und Hafenweg
Prüfung
Basisbetrieb, Schifffahrt, Südspitze und Wetter prüfen
Der Schladitzer See besitzt einen besonders klar formulierten Betreiberweg: Gerätetauchen ist nur am Einstieg der Tauchstation erlaubt und nur nach Voranmeldung. Das flache Uferrevier mit Navigationspark unterscheidet sich deutlich vom bis etwa 20 Meter tiefen Bootsplatz. Tagespauschale, Einweisung, Parken und Veranstaltungslage gehören vor die Anreise.
Tiefe
Uferrevier bis 9 m; Bootstauchplatz bis rund 20 m
Zugang
Voranmeldung und Tagespaket
Prüfung
Saisonöffnung, Voranmeldung und mögliche Schließtage prüfen
Der Zwenkauer See ist ein großräumiges Kaltwasserrevier, das über die Tauchbasis an der Hafenstraße strukturiert wird. Landeinstieg, Selbstfüllung und Bootsplätze werden getrennt geplant. Die Größe und Maximaltiefe des ehemaligen Tagebaus sind keine Einladung zum freien Streckentauchen; Tauchregeln, Gasplanung und Rückweg bestimmen das Profil.
TANA verbindet Tauchausbildung und Naturschutz in einem bis rund 27 Meter tiefen Granitsteinbruch. Der See liegt im Naturschutzgebiet Haselberg und ist kein freier Waldzugang. Vereine und Gruppen nutzen den Verbandsweg mit Anmeldung, Belegung, Einweisung und den Einrichtungen des Landesausbildungszentrums.
Horka ist ein klarer, steilwandiger Lausitzer Betreibersee mit Pension, Camping und Füllservice. Für 2026 verlangt die Basis eine Anmeldung mindestens einen Tag im Voraus und veröffentlicht zusätzliche Sperrzeiten. Die lange Treppe, kaltes Tiefenwasser und die Kesselstruktur sind Teil der Tauchgangs- und Rückwegplanung.
Tiefe
bis rund 36 m
Zugang
Anmeldepflichtiger Betreiberzugang
Prüfung
April bis Oktober; Sperrzeiten und Auslastung tagesaktuell prüfen
Der Hausteinsee ist das Hausgewässer des Tauchcenters Steina. Eine Felsplattform in fünf Metern Tiefe dient der Ausbildung; Bergbaurelikte und die ehemalige Elbfähre Mühlberg liegen tiefer. Die veröffentlichte Saison, Betreiberöffnung und ein kurzer Weg vom Center zum Einstieg machen den Zugang planbar, aber nicht automatisch ganzjährig.
Tiefe
33,5 m
Zugang
Tauchcenter-Zugang
Prüfung
Öffnungszeiten und Schließhinweise des Centers prüfen
Die Prelle ist ein tiefer, etagenförmiger Kesselbruch und wird als zweites Gewässer des Tauchcenters Steina geführt. Die Basis am See ist nicht regulär besetzt; Anmeldung und Zufahrtsschlüssel laufen über das Haustein-Center. Tiefe Ziele bis etwa 40 Meter sind ausschließlich für entsprechend ausgebildete Teams relevant.
Tiefe
46,5 m
Zugang
Schlüssel- und Betreiberzugang
Prüfung
Centeröffnung, Anmeldung und Schlüsselübergabe prüfen
Sparmann ist ein ausgeprägtes Steilwand- und Tec-Revier mitten in Kamenz. Die Basis veröffentlicht ein Leitsystem, eine Ausbildungsplattform auf sechs Metern und Tiefenbelüftung bis 65 Meter. Diese Infrastruktur ersetzt keine sorgfältige Tiefen-, Dekompressions- und Gasplanung; Sporttauchende bleiben im eigenen Ausbildungsrahmen.
Wildschütz ist ein sehr tiefer Steinbruch im Bergbausperrgebiet. Betreten und Tauchen sind ausschließlich über die private Tauchbasis möglich. Die hohe Maximaltiefe, Steilwände, kalte Dunkelzonen und zahlreiche Unterwasserobjekte machen den Platz anspruchsvoll; vor der Fahrt sind Öffnung und persönliche Voraussetzungen direkt zu bestätigen.
Tiefe
bis rund 74 m
Zugang
Privater Betreiberzugang
Prüfung
Öffnung und Ruhetage zwingend telefonisch bestätigen
Der Riesenstein bietet einen kompakten Sporttauchweg mitten in Meißen. Die Basis veröffentlicht saisonale Öffnungszeiten, Kontakt, Unterwasserkarte und Ausbildung. Mit maximal etwa 18 Metern ist der Platz überschaubarer als Sachsens Tec-Steinbrüche, verlangt aber weiterhin Kälte-, Sicht- und Einstiegsvorbereitung.
Der Krabatstein verbindet einen Vereinszugang mit einem kommunalen Kunst- und Kulturareal. Unterwasserskulpturen, Segelboot und steile Granitbereiche liegen neben geschützten Pflanzen- und Laichzonen. Der aktuelle Termin muss beim betreuenden Tauchteam bestätigt werden; Bildveröffentlichungen von Skulpturen können zusätzliche Rechte berühren.
Tiefe
rund 23–25 m, wasserstandsabhängig
Zugang
Kontrollierter Vereinszugang
Prüfung
Besetzung, Anmeldung, Veranstaltung und Wasserstand prüfen
Wetro ist ein aktiver Betreibersee mit zwei tiefen Kesseln, Steilwänden, Trennwand und Bergbaurelikten. Die Tauchschule veröffentlicht Tagespreis, Öffnungszeiten, Füll- und Campingservice sowie Kontaktformular. Flache Naturbereiche und tiefe Tec-Routen werden bewusst getrennt geplant.
Am Olbasee betreibt der TSV Bautzen eine eigene Basis mit Steg, Parkplatz, Umkleide und Übernachtungsoption. Der Verein nennt bis zu 32 Meter Tauchtiefe, Steilwände, Wracks und einen Orientierungsweg. Historische Stolleneingänge sind ausdrücklich nicht betauchbar; Gastzugang und Dienstbesetzung müssen vorher bestätigt werden.
Tiefe
bis rund 32 m
Zugang
Vereins- und Gastzugang
Prüfung
Mai bis August/September an Wochenenden; Anmeldung bestätigen
Das alte Kalkbergwerk Miltitz ist kein gewöhnlicher See, sondern ein streng kontrollierter Overhead-Tauchort. Schriftliche Anmeldung, Cave- oder Mine-Brevet, Tauchtauglichkeit, Versicherung, Oberflächenleitung und zugewiesene Strecken sind zwingend. Ausgebuchte oder fehlende Termine bedeuten: kein eigenständiger Zugang.
Tiefe
mehrere Ebenen, bis knapp 60 m
Zugang
Spezialzugang · kein Sporttauchplatz
Prüfung
Ausschreibung, Qualifikation, Versicherung und Terminverfügbarkeit prüfen